Wanderwoche in der Schwäbischen Alb


Am 24.09.06 starteten 13 SGV-Mitglieder am frühen Morgen mit Pkws zur Wanderwoche in der Schwäbischen Alb.

Nach ca. 400 Km Autobahnfahrt
stärkten wir uns bei einer
kleinen Kaffeepause in unserem
Quartier, dem Albhotel Bauder
in St. Johann-Lonsingen.
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Albhotel Bauder

Kaffeepause
Kaffeepause

Anschließend führten uns unsere Wanderführer Heinz und Ludwig Hast bei einer kurzen Wanderung zur Einstimmung, auf die Hohe Warte, einen Aussichtsturm, den der Schwäbische Albverein zum Gedenken an seine im Krieg von 1914 - 1918 gefallenen Mitglieder errichtet hat

Auf dem Weg zur Hohen Warte Eingang zur Hohen Warte

Die Gruppe auf dem Weg zur Hohen Warte

Ankunft an der Hohen Warte


Die Hohe Warte

Aussicht von der Hohen Warte

125 Stufen führen in die Höhe

Eine herrliche Aussicht belohnte die Turmbesteiger


Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zum Gestütshof St. Johann, einer Nebenstelle des Haupt- und Landesgestüts Marbach.

Auf dem Hof vom Gestüt St. Johann

Stallgebäude beim Gestüt

Stelleingang mit Wappen de Gestüts

Auf dem Weg zum Gestüt

Scheune auf dem Gutshof

Stalltür mit Wappen des Gestüts


Am zweiten Tag stand eine Wanderung nach Zwiefalten mit Besichtigung des Zwiefalter Münster auf dem Programm.

Auf dem Weg dorthin besichtigten wir die Wimsener Höhle, die einzige mit dem Kahn befahrbare Wasserhöhle Deutschlands.

Auf dem Weg zur Wimsener Höhle

Der Eingang zur Wimsener Höhle

Anmarsch zur Höhle

Mit diesem "Kahn" ging's in die Höhle


Weiter ging es flussabwärts durch das wildromantische Tal der Aach.
Nach ca. 1-stündiger Wanderung erreichten wir die Gemeinde Zwiefalten in der wir das Zwiefalter Münster, das Juwel der schwäbischen Barockstraße besichtigten,

Zwiefaltener Münster
Innenansicht Zwiefaltener Münster

Innenansicht Zwiefaltener Münster

Innenansicht Zwiefaltener Münster
Mittelpunkt des alten Kloster- und Wallfahrtsortes ist das Münster " Unserer lieben Frau", eines der bedeutendsten Bauwerke des Spätbarocks deutscher Prägung.
Es wurde von Baumeister Johann Michael Fischer erbaut.  (1739-65).Gottesmutter

Die herrlichen Deckenfresken stammen von Franz Josef Spiegler, aus Wangen.
Mit verschwenderischer Fülle wundervoller Stuckaturen hat Johann Michael Feichtmayr
des Gotteshaus verziert. Eines der Hauptschmuckstücke der Kirche ist das von
Joseph Christian aus Riedlingen angefertigte Chorgestühl.

Über dem Kreuzaltar thront das Gnadenbild der Gottesmutter, ein Kleinod der Spätgotik aus dem 15.Jahrhundert in Barock überarbeitet.

Nach der bisher aufwendigsten Renovierung zwischen 1975 - 1984 seit der Erbauung erstrahlt das Münster in seinem ursprünglichen Glanze.


Am Dienstag fuhren wir nach Blaubeuren, wo wir die Klosteranlage mit Hochaltar und den berühmten "Blautopf" besichtigten.

Direkt am Blautopf liegt das 1085 gegründete, ehemalige Benediktinerkloster. Berühmt vor allem wegen seines spätgotischen Hochaltars und des Chorgestühls, beides aus Ulmer Werkstätten. Die Altarplastiken werden dem Bildschnitzer-Meister Michel Erhart zugeschrieben. Die Grundzüge der Klosteranlage sind im wesentlichen erhalten geblieben.
Das Kloster wurde 1562 reformiert. Erster evangelischer Abt war Matthäus Alber, er war auch Leiter der damaligen Klosterschule. Heute beherbergt das Kloster das Evangelisch-theologisches Seminar, ein altsprachliches Internat-Gymnasium, das viele Größen der württembergischen Landesgeschichte besuchten. Neben seiner evangelischen Tradition blieb Blaubeuren seit mehr als 800 Jahren Marien-Wallfahrtsort.

Der Blautopf

Der Blautopf machte seinem Namen alle Ehre


Blautopf mit Spiegelbild Hammermühle am Blautopf

Der Turm des Kloster des Evangelisch-theologischen Seminars
spiegelt sich im Blautopf

Die historische Hammerschmiede am Blautopf


Der Blautopf ist mit 21 Metern eine der tiefsten und größten Quellen in Deutschland. Er schüttet 310 bis zu 32000 Litern Wasser pro Sekunde. 1985 entdeckte der Pforzheimer Höhlenforscher Jochen Hasenmayer bei einem Tauchgang, der ihn 1250 Meter weit führte, eine gigantische Höhle, zum Teil mit Luft gefüllt und mit meterhohen Tropfsteinen unter und über Wasser: den "Mörike-Dom". Über den bedeutsamen Tauchgang informiert im Blautopfhaus Hasenmayers Film "Im Reich der schönen Lau".
Die historische Hammerschmiede, in der zu früheren Zeiten vor allem Werkzeuge des täglichen Bedarfs geschmiedet wurden, ist seit 1966 der Öffentlichkeit zugänglich. Zudem gibt ein "echter" Schmied den Besuchern Einblick in eine Arbeitswelt, in der der Schweiß in Strömen floss und die mit ohrenbetäubender Lautstärke verbunden war.
Am Blautopf stehen auch das Denkmal für den Aufbau der Albwasserversorgung im letzten Jahrhundert.

Im Anschluss daran ging es nach Bad Urach, wo eine kurze Wanderung zum berühmten Bad Uracher Wasserfall gemacht wurde.

Bad Urachr Wasserfall Bad Urachr Wasserfall Wurzeln am Bad Uracher Wasserfall Wurzeln am Bad Uracher Wasserfall
Inmitten des wunderschönen Maisentals am Stadtrand von Bad Urach befindet sich der Uracher Wasserfall, der wohl schönste Wasserfall der Schwäbischen Alb. Die Karstquelle stürzt hier aus 37 m Höhe im freien Fall in die Tiefe und läuft dann noch weitere gut 50 m über ein steil abfallendes, bemoostes Kalktuffpolster hinab ins Tal. Diese wundersamen Gebilde am Aufstieg zum Wasserfall sind keine von Menschenhand geformte Skulpturen sondern vom Hochwasser des Wasserfalls ausgespülte Baumwurzeln, die riesige Buchen im Kalkgestein verankern.

Der Mittwoch begann mit einer "Nebelwanderung" um Upfingen Danach ging es weiter zum Schloss Lichtenstein
Ludwig prüft das Wetter

Schloss Lichtenstein

Durchblick

Schloss "Lichtenstein", das Märchenschloss
Württembergs, liegt kühn erbaut auf einem steilen Felsen bei Lichtenstein-Honau
auf der Schwäbischen Alb.

Schloss Lichtenstein

 Schloss Lichtenstein
ist württembergisches Nationaldenkmal. Nicht
zuletzt deswegen wurde es 1980 vom
Landesdenkmalamt Baden-Württemberg in
das Schwerpunktprogramm für Denkmalpflege
aufgenommen. Seit 1998 ist das Schloss
im Denkmalbuch als Kulturdenkmal von
besonderer Bedeutung eingetragen.
Der Lichtenstein befindet sich noch heute
im Privatbesitz der herzoglichen Familie von Urach.


Im weiteren Verlauf des Tages stiegen wir in die Tiefen der "Nebelhöhle" bei der Gemeinde Sonnenbühl hinab.
Eingang zu Nebelhöhle

In der Nebelhöhle

Der Eingang zur Nebelhöhle

Seltsame Gestalten waren in der Nebelhöhle zu entdecken


Die prachtvolle Nebelhöhle wird als eine der schönsten Schauhöhlen der Schwäbischen Alb bezeichnet. Mächtige 380 Meter misst dieses faszinierende Naturschauspiel der Unterwelt.
Den ersten schriftlichen Hinweis auf diese Höhle findet man im Jahre 1486/87, aber erst 1517 wurde auf der Genkinger Markung der erste Teil der Nebelhöhle entdeckt, während die Entdeckung des zweiten, größeren Teils der Höhle im Jahr 1920 geschah. Das Interesse und der Besuch des Kurfürsten Friedrich I. von Württemberg machten die Höhle berühmt und verursachten in der Folge eine Zunahme des Besucherverkehrs. Auf den fürstlichen Besuch am 4. August 1803 ist auch das heutige Nebelhöhlenfest zurückzuführen.

Nach der Erkundung der Nebelhöhle
waren Alle froh,
sich ein wenig ausruhen
zu können.

Diese wundersamen Gewächse
konnten wir am Wegesrand bewundern.


Zum Abschluss unserer Wanderwoche führten uns unsere bestens vorbereiteten Wanderführer am Albtrauf entlang nach Bad Urach
Ausblick vom Albrauf  

Einen herrlichen Ausblick
hatten wir vom Albtrauf in
Richtung Bad Urach.

Abstieg vom Albtrauf

Steil bergab ging es
in Richtung Bad Urach
und ohne Wanderstöcke
hätte man sicherlich
Schwierigkeiten gehabt,
das Gleichgewicht zu halten.

Nach dem steilen Abstieg kam uns diese Stärkung gerade recht.

Wanderführer Heinz machte sich derweil Gedanken über
den weiteren Verlauf des Tages


Historischer Marktplatz und Brunnen in Bad Urach

Kirche St. Amandus in Bad Urach

Der spätmittelalterliche Marktplatz mit seinen Fachwerkhäusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert ist einer der Schönsten in ganz Süddeutschland und zeugt von großer Geschichte. So war er früher Sammelplatz der Bürger, Gerichtsstätte, Turnierplatz und Ort der überregionalen Märkte.
Vor dem Rathaus, das um 1440 ebenfalls von Graf Ludwig I. erbaut wurde, steht am Rande des Marktplatzes eine Kopie des um 1500 erbauten spätgotischen Laufbrunnens mit fünfstöckiger Brunnensäule.

 

 

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Kirche St. Amandus
Die Stiftskirche ist ein spätgotischer Bau. Ihre Seitenschiffe sind nur halb so hoch wie das Mittelschiff mit seinem hochstrebenden Netz- und Sterngewölbe und schönem Chorgestühl (es sind Glasmalereien von 1475 zu sehen).  Hier hat Graf Eberhard in dem reich geschnitzten Stuhl gebetet. An die Nordseite der Kirche liegt der ehemalige Mönchshof, ebenfalls von ihm als Chorherrenstift für "die Brüder vom gemeinsamen Leben" erbaut. Das Stift wurde später vom evangelisch-theologischen Seminar genutzt, das 1818 auch von Eduard Mörike besucht wurde.